KABARETT

Termine:

Do, 12.08.21 | 19.30 Uhr „Ick wundere mir über jarnischt mehr”
Do, 19.08.21 | 19.30 Uhr „Mein Leben als ICH“

Ticketpreise:

22,00 € / 17,00 € ermäßigt
Ermäßigt sind alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre sowie Auszubildende und Studierende.

Do, 12.08. | 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)

Ick wundere mir über jarnischt mehr!
Berliner Lieder nicht nur aus den 1920er Jahren

von und mit Sigrid Grajek & Stefanie Rediske (Piano)

In schwierigen Zeiten sind Humor und gute Melodien das A und O!
Eine wahre Fundgrube für beides sind die Berliner Gassenhauer, Chansons und Couplets aus den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts interpretiert von wundervollen Künstlern und Künstlerinnen. Egal ob damals Otto Reutter, Claire Waldoff, Fredy Sieg oder Fritzi Massary auf der Bühne standen: Sie alle besangen die unverwüstliche Fähigkeit der Berliner, sich nicht unterkriegen zu lassen. Um glücklich zu sein, braucht es nämlich nur ‘ne Laube, ‘n Zaun und ‘n Beet. Und solange die Spree durch Berlin fließt, halten wir sowieso stolz die Neese in die Höh‘ und machen Urlaub auf Balkonien oder sitzen uff der Banke an der Krummen Lanke. Da in 50 Jahren ohnehin alles vorbei ist, wundern wir uns schon lange über jarnischt mehr.
Kommen Sie mit auf eine humorvolle Reise in die Vergangenheit!

Informationen zum Ticket-Erwerb finden Sie hier, eine Übersicht aller Veranstaltungen des Festivals hier.

Foto: J. Hartmann
Foto: D. Tuch

Die Darstellerin Sigrid Grajek

1963 geboren, durchlief Sigrid Grajek turbulente Lehr- und Wanderjahre mit Höhen und Tiefen, machte nach einiger Erfahrungszeit in der Metallindustrie das Abitur auf dem 2. Bildungsweg, ließ das Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie unvollendet zugunsten der Schauspielausbildung und -praxis. Ihre Bühnen-reifeprüfung legte sie 1993 vor der Paritätischen Prüfungskommission Berlin ab. Von 1985 bis 1991 durfte sie unter der Anleitung von Ilse Scheer, Otto Zonschitz und Rudolf Stodola erste Erfahrungen als Schauspielerin und Regieassistentin an der Theater-manufaktur Berlin sammeln.
Danach wollte sie nur noch spielen und tat es auch: In der freien Szene, von 1997 bis 2001 als Gast im Stadttheater Bremer-haven und ab 1995 bis 2011 als Ensemble-Mitglied des Kabaretts Berliner Brett’l in Berlin. Seit 1998 zusätzlich mit der Comedy-Figur Coco Lorès, mit der sie im Chamäleon-Varieté Berlin die Mitternachtsshow, im Krystall-Palsat Leipzig das Newcomer-Casting moderierte und seit 2005 mit ihrem Solo-Programm “Cocooning” unterwegs ist. Anlässlich des 50. Todestages der großartigen Claire Waldoff im Jahre 2007 konzipierte sie das Programm “Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen…” mit dem sie seitdem deutschlandweit gastiere.

Im Januar 2020 legte sie das neue Programm “BERLIN. Die 1920er – Eine Stadt im Taumel vor”. Ein nostalgiefreier Blick auf die Weimarer Republik und Berlin mit Liedern und Texten aus den Jahren 1918 bis 1933.

Do, 19.08. | 19.30 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)

Mein Leben als ICH
Ein Kabarettabend mit Uli Masuth

Jeder für sich, Gott für uns alle – ist ein geflübeltes Wort, das den ganz normalen Egoismus beschreibt. Ob das auch eine Welt im Corona.-Fieber zusammen hält? Was ist los in einer Zeit, in der sich die Mitmenschen zunehmend aus den Augen verlieren oder als Bedrohung empfinden? Eine Zeit, in der Ängste wachsen und Ablenkung immer größer geschrieben wird? Eine Zeit, wo amerikanische Egomanen abgewählt werden und sich bayrische Egomanen Hoffnungen aufs Kanzleramt machen , eine Zeit, in der sich Menschen beim Schöheits-Doc unters Messer legen, um ihre ICH-Performance zu optimieren und das alles nur, um dann noch mehr Selfies ins Netz zu stellen? „I first!“. Ganz viel „I“. Analog zu iMac, iPhone, iPad. Aber spiele ICH eigentlich noch eine Rolle, in MEINEM Leben und im großen Ganzen? Und wenn ja, welche?
Wie gut, dass Masuth ein fantastischer Beobachter, ein bissiger Formulierer und Meister des rabenschwarzen Humors ist, der natürlich auch die Schwächen des Gutmenschentums bloßlegt und gewaltig gegen den Strich bürsten kann.
Um mit der Stimme einer Zuschauerin zu sprechen: „Herr Masuth, Ihre leise Lesart wirkte umso tiefgängiger, Ihre Unaufdringlichkeit umso eindringlicher. Ihre charmante, augenzwinkernde Form nahm den feinsinnig dargelegten Fakten die Schwere. Mein Fazit: Eine weise, nachsichtige, achtsame und authentische Momentaufnahme – wider Erwarten gut verdaubar!“
Uli Masuth rechnet in seinem stets aktualisierten Programm mit modernen Persönlichkeitsstrukturen ab – sich selbst und das Publikum eingeschlossen. Denn – auch wenn es der Titel nicht vermuten lässt – in “Mein Leben als ICH” geht es auch um Sie, sagt Uli Masuth.
Dabei meistert er den Spagat zwischen rabenschwarzem Humor, Charme und Tiefgang mit Bravour.
Ein Kabarett-Abend mit Musik, ohne Gesang, politisch.

Informationen zum Ticket-Erwerb finden Sie hier, eine Übersicht aller Veranstaltungen des Festivals hier.

Uli Masuth über Uli Masuth

Ich bin Komponist, Kabarettist, Klavierist, Wahl-Weimarer, Förderpreisträger des Rockbüros NRW, Preisträger des WDR-Wettbewerbs “Stadtmusik”, Gewinner des Kabarettpreises der Obernburger Kochsmühle und des Reinheimer Satirelöwen 2008.

Ich habe eine tolle, glückliche und gut aussehende
Familie, Abitur, Musik und Germanistik studiert,
Schallplatten und CDs mit verschiedenen Bands und
Projekten aufgenommen bzw. produziert, Kompositionen
für Theaterstücke geschrieben und ich war Messdiener, Kirchenmusiker und Leiter des Xmas-choirs.